Startseite

Zurück

2008

Ballhaus Ost | Berlin
Wake Island




von und mit Kristina Brons | Anja Marlene Korpiun | Tatiana Saphir | Claudio Cherubin | Ren Saibara | Alexander Schröder

Inszenierung | Dirk Cieslak
Dramaturgie | Annett Hardegen
Mitarbeit | Tom Begerow
Musikalische Leitung | Santiago Blaum
Bühne/Kostüm | Valerie von Stillfried + Katja Reetz
Technik | Volker M. Schmidt
Regieassistenz | Miriam Grossmann
Produktion | Hendrik Unger


Gute christliche Kanaken, an deren Schürzen Kinder hängen. Namenlose, nach Guano stinkende Chinesen und beinharte, gottesfürchtige norddeutsche Seeleute. Ein schwarzer Matrose aus St. Domingo. Ein Kapitän, der sein Schiff tadellos nach Handbuch führt und der die 324 Begriffe, die die Takelage und die Segel seiner Bark bezeichnen, in beliebiger Reihenfolge aufzählen kann, ohne auch nur eine Spiere zu vergessen. Ein amerikanischer Handelsagent, der sein großes Geschäft darin wittert, japanische Kontraktarbeiter an die Zuckerrohrbarone auf Hawaii zu verhökern. Ein geheimnisvoller japanischer Offizier. Eine mit einem halbseidenen Harfenisten durchgebrannte Londoner Opernsängerin. Eine kühne Frau, die ihr Leben lang ihre Stimme über den Globus trägt. Sie hat den Zaren und die Fürsten dieser Welt mit ihrer Kunst beglückt und hat sich in den unwirtlichen Camps kalifornischer Goldgräber und in blutverschmierten Hundekampfarenen von Mexico City bejubeln lassen. Eine Primadonna Assoluta, ein Weltstar. Home Sweet Home ist ihr größter Hit.
Eine illustre Gesellschaft kühner Vorboten einer neuen Zeit, in der „alle chinesischen Mauern in den Grund geschossen werden“, befindet sich auf dem Weg von Hawaii nach Hong Kong.
In der Nacht zum 4. März 1866 läßt ein absurder Zufall ihre Dreimastbark auf dem einsamen Atoll Wake Island, mitten im Pazifischen Ozean, Schiffbruch erleiden:

Es ist jedenfalls eine eigene Sache, von veschiedenen Passagieren in verschiedenen Sprachen um Rettung angerufen zu werden, wenn man selbst noch keinen Augenblick Zeit gefunden hat, daran zu denken.
(R. Kausch, Obersteuermann)



Wake Island basiert auf einer wahren Begebenheit, vergl. Den Tod vor Augen - Die unglückliche Reise der Bremer Bark Libelle in den Jahren 1864 bis 1866, Drechsler, Begerow, Pawlik bei Hauschild/Deutsches Schiffahrtsmuseum, 2008.


In Kooperation mit Alte Liebe Produktion und Ballhaus Ost.
Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin -Senatskanzlei- Kulturelle Angelegenheiten
Mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven

Premiere 21.Nov.2008 | Ballhaus Ost







Zurück






2018 lubricat, berlin
webmaster@lubricat.de
lubricat
 
Presse