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1998

Sophiensaele | Berlin
Aber wirklich




in Kollabaration mit Piotr Nathan

Inszenierung Dirk Cieslak.

Mit
Judica Albrecht,
Armin Dallapiccola
Miriam Fiordeponti
Ingrid Sauer

Körperarbeit - Adalisa Menghini
Technik+Licht - Jörg Bittner
Assistenz - Rolf Kasteleiner
Werkstatt Kerstin Eicher
Fotos Thomas Aurin
Produktionsleitung Amelie Deufelhard


Nach „Durchgehend geöffnet“ (1996, Sophiensæle) ist „Aber wirklich.“ der 2. Teil in der Reihe „All You Need“. Beide Produktionen basieren auf Interviews die Dirk Cieslak jeweils zu einem Theatertext dramatisiert hat.

Das Projekt „Aber wirklich.“ ist in Kollaboration mit dem bildenden Künstler Piotr Nathan entstanden. Er hat uns die Tonbandmitschnitte von den Gesprächen, die er mit seinen Modellen während der Zeichensitzungen geführt hat zur Verfügung gestellt. Seine Modelle für eine Porträtserie waren vor allem Freunde, Menschen die ihm nahe stehen. Nathan hat auch den Bühnenteppich für „Aber wirklich“ entworfen. Der Teppich hat den Grundriß eines seiner Atelierräume in dem ein großer Teil der Porträs/ Interviews entstanden ist.

„Durchgehend geöffnet“ (1996) zeigte mit dem ,letzten‘ Pornokinobesucher, eine zur Kunstfigur transformierte, erbärmliche Großstadtmonade. Einsam und Lebensarm. „Aber wirklich.“ setzt sich mit unserem, in den 90er Jahren, völlig in die Breite getretenen -scheinbar bodenlos gewordenen- Sprechen über uns und unsere Beziehungen auseinander. Ein Sprechen, daß bei allen affirmativen Intensitäts(auf)ladungen beständig in sich selbst kreist. Die Sätze haben wir alle schon einmal gehört. Mit Lachen und mit Schrecken können wir uns darin erkennen.


Miriam hatte fünf dreijährige Beziehungen. Judica und Armin haben zusammen einen sieben Jahre alten Sohn, Felix, leben aber schon lange getrennt. Armin hat mit Maria eine Bruder-Schwester-Beziehung. Judica führt offene Beziehungen z.B. mit Thomas und Frank und würde sehr gerne einmal mit Tom experimentieren. Alle sind mehr oder weniger mit Katja zerstritten. Armin hätte beinahe einmal Karin geheiratet, wartet jetzt auf die Ankunft von Frederique. Ingrid war fünf Jahre mit Maik zusammen, sie sind jetzt wie Bruder und Schwester. Miriam ist mit Tom zusammen, hat ein harmloses Verhältnis mit Klaus und erwartet von Rolf ein Kind. Ingrid hat ein Verhältnis mit Manu und würde gerne Klaus kennenlernen. Manu war zwei Jahre in Suse verliebt und hat jetzt eine neue Freundin. Katja ist fast ein Jahr mit André zusammen und heiratet jetzt Rainer Grün. Armin würde eventuell Maik töten und ist mit dem anderen Thomas befreundet. Armin hat damals Suse geholfen,weil Manu ihr auch geholfen hat. Wenn Antonio sich mit Thomas verabredet, würde Ingrid mitgehen. Nachdem Roland etwas mit Judica hatte, ist er jetzt wieder frisch verliebt. Judica hatte einen gutgebauten Pastor in Miami, und Armin eine Katholikin in Berlin. Miriam hatte eine Katze.
Rainer Grün hat keine Freunde.

"Überzeugend sind die künstlerischen Mittel der Gruppe Lubricat. Schauspielerisch präzise und klug komponiert auf nur eine Stunde Spieldauer, läßt die Aufführung Raum zum Mitdenken und zeigt exemplarisch, wie Theater sich aus der Realität bedienen kann, ohne bei ihr stehenbleiben zu müssen."
Berliner Zeitung, 12.10.1998

"Wir sehen mit einem Ausdruck von Rimbaud: Wüsten der Liebe... Ein wunderbarer Theaterabend für gescheiterte Liebespaare und solche, die es werden wollen."
tip 22/98

"Wie Lubricat mit dem Material umgeht, wie es den Zuschauern in einem einstündigen Reigen bekannte Gesichter und gemischte Gefühle mit Anleihen bei Botho Strauß vorführt, wie das wunderbar aufeinander eingespielte Darsteller Quartett in perfekt choreografierten Bewegungen mit den Worten Ping Pong spielt, wie es Absurditäten herausfiltert und Ironie auf die Spitze treibt, das ist höchst sehenswert und unterhaltsam."
Berliner Morgenpost 13.10.1998



Wir bedanken uns bei Andreas, Birgit, Dirk, Elibieta, Erik, Friedrich, Gustav, Hansjörg, Joachim, Emanuel, Margit, Mariola, Robert, Sabine, Thomas, Ulrike und Walter.


Koproduktion mit den Sophiensælen.
Mit freundlicher Untersützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin

Premiere 08.10.1998, sophiensæle, Berlin
Download: tip_22-98.jpg





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