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2001

Sophiensaele | Berlin
Boombar




von Gila von Beh


Inszenierung Dirk Cieslak

Guido Hilfiger/ Unternehmer Niels Bormann
Viv-Viv/ Gattin vom Unternehmer Alexandra Schmid
www.gunnarscholten.com/Politiker Stefan Hufschmidt
Zerro/ Tätigkeit ist unbekannt Jörg Schiebe
Dame Babs/Besucherin Barbara Spitz

+ Katja Brenner, Stefanie Frauwallner und Ruth Diehl in der 1. Version 2001

Bühne Kerstin Eichner
Kostüm Katharina Montag
und Thorsten Osterberger
Dramaturgie Zebu Kluth
Regieassistenz Kirsten Böttcher
Licht/Technik Dirk Lutz
Produktionsleitung Anna Hope



Die Autorin Gila von Beh, geb. 1972 in Goslar, lebt im Prenzlauer Berg in Berlin. Gila von Beh ist eine ideelle Autorin. Sie formte sich hier aus dem Ensemble, dem Dramaturgen und dem Regisseur der für die Endfassung verantwortlich ist.

boombar, im Nov 2001 in den Berliner Sophiensaelen uraufgeführt. Im Okt.2002 wurde für das Festival Politik im freien Theater, mit einem verkleinerten Ensemble, eine szenisch stark überarbeitete zweite Version produziert.

Ausgangspunkt für die Arbeit zu boombar bildete die Lektüre von Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie, Der Besuch der alten Dame - weltweit das erfolgreichste Bühnenstück nach dem Weltkrieg Zwei. Im Hintergrund lief beständig CNN, der erfolgreichste Fernsehsender seit dem Golfkrieg Eins lief.



»Lubricat nimmt sich wie immer, programmatisch den Fragestellungen der Zeit an. Diesmal wollen sie jedoch zu viel des Guten: Politikerfarce und Wahlkampfsatire, ambivalente Ethik der Macht, persönliche Kleinkriege, die gekränkte Ex-Geliebte und Anliegen der Tagespolitik - alles ist einfach zu viel.«
Theater der Zeit, heft 13/ 12/2001


» ...eine leicht konsumierbare Groteske der tieferen Bedeutungen, die von der beiläufig erscheinenden Präzision der Darsteller lebt... Gila von Beh verschränkt in Boombar weltliches Gerechtigkeitsstreben mit dem Denken und Fühlen von sechs Menschen, die in unserer hypochondrischen, Ich-gestörten Gesellschaft nach einem Stück vom grossen Konsumglück trachten, koste es was es wolle. Was von Lubricat hier auf die moralischen Hinterbeine gestellt wird, ohne dass man dabei ins Schwanken gerät, ist ein durchweg unterhaltsames Zeitstück...«
Tagesspiegel. 10.11.2001


»In einem kargen Raum, sparsam möbliert mit Schalensitzen, entfaltet das achtköpfige Ensemble mit Witz und Nonchalance das Spiel um die entscheidenden Dinge im Leben. Sie werden unaufdringlich transportiert. Eine globale Lösung präsentiert Regisseur Dirk Cieslak nicht. Als Nachsatz scheppert den abgehenden Spielern Erinnerung an die Verantwortung des Einzelnen hinterher. Vielleicht lässt es sich heute auch gar nicht anders sagen, ohne penetrant zu wirken. Hingehen, überprüfen!«
Neues Deutschland 10.11.2001


»Das Ensemble ist auch tänzerisch vorzüglich in Form. Kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Produktion selbst Bestandteil der Spassgesellschaft ist, die sie satirisch zu kritisieren vorgibt.«
Berliner Morgenpost 10.11.2001


»Cieslak stellt seine acht Figuren vor eine lange weisse Wand und zwischen Wartebänke... Alle Figuren changieren zwischen Typus und Charakter. Mal flanieren sie frei durch Themen der Zeit, dann werden sie wieder als psychologisch motivierte Rollenträger sichtbar: Auch das hat Gleichnischarakter. Am Ende spricht der Geist der alten Dame (Ruth Diehl) von der Ungültigkeit des Bühnenspiels. Das zappeln in der moralischen Mausefalle könnte wieder beginnen.«
Die Tageszeitung, 15.11.2001


»Die Qualität dieser Inszenierung liegt im seltsam ratlosen und melancholischen Blick, den sie auf eine geheimnislos banale Gegenwart wirft.«
Frankfurte Allgemeine Zeitung 12.11.2001



»Ein Hinausrennen ist immer auch ein Hineinrennen. Hat Dürrenmatt gesagt und dieser Abend vorgeführt. Durchaus zwiespältig und das ist schon gut so.«
Zitty Nr. 24/2001



Eine Produktion von Lubricat und sophiensæle.
Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin.

Premiere 8.11.2001, sophiensle, Berlin

Für das Festival Politik im freien Theater 2002/Hamburg haben wir, mit einem von acht, auf fünf Darsteller verkleinerten Ensemble, eine szenisch stark überarbeitete zweite Version produziert.


Download: tagesspiegel 10.10.2001
Link: taz
Link: ND





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