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1994

Theater Zum Westlichen Stadthirschen | Berlin
Silvi blüht




Inszenierung - Dirk Cieslak

Mit und von
Silvia Kesselheim und Armin Dallapiccola
Musik - Matthias Botsch
Bühne Licht - Urs Hildbrand

?Who is Silvia? What is she, that all our swains commend her??
W. Shakespeare, The two Gentlemen of Verona

Ihr Leben stand sie auf der Bühne. Zuerst gefeierte Primaballerina - später Protagonistin des deutschen Tanztheaters. Ihre bizarre Ausdruckskraft stand immer in erregendem Widerspruch zu den Rollen des klassischen Repertoires, führte fast konsequent zur Entdeckung neuer Möglichkeiten des Ausdrucks: Körper, Stimme, Persönlichkeit. Primaballerina ist sie schon lange nicht mehr, nun will sie auch nicht mehr die skurile Traurigkeit der ?Ex-Ballerina? thematisieren.

Silvi ist auf Reisen
Wir befinden uns irgendwo an einem der Enden der Welt. Ein Tisch, zwei Stühle, ein Mann: einGestrandeter, ein böser, schlechtgelaunter ignorant, der sich die Welt und die Menschen vom Leibe zu halten sucht. Silvi kommt über ihn, unausweichlich. Sie hat Angst übrigzubleiben im Leben, auf der Bühne. Einsam. Silvi stellt die Frage: ?Wer bin ich??, indem sie Erlebtes, Situationen, ihre Wünsche, Ängste, Bilder, Rollen, Träume und Phantasien zum Tanzen bringt. Ein wilder Tanz, in dem sich dies alles unwirklich vermischt. Ihre Antwort lautet nicht, Silvi ist glücklich oder Silvi ist einsam, sondern: Silvi ist Silvi.

Silvi begibt sich auf des Messers Schneide - immer zwischen einem Schrecken und einem befreienden Lachen.

"Das Arrangement kommt beiläufig daher - zwischendurch einen Schlager, ein Chanson, Seelengeständnisse, der Mann erklärt mit ein paar Worten die Systematik der Arbeitsteilung und des Kapitals - die Leichtigkeit hat es aber faustdick hinter den Ohren...Ein traurig schönes Vergnügen. Romantik, bei der man sich wegschmeißen kann."
zitty 13/94

"Suchterzeugendes von Lubricat:...Das Kammerspiel der Lubricats endet so furios, wie es begann...Faszinierend wie sie ihr Leben in Worte gießt und nie die ironische Distanz verliert. Die Lubricats spielen großes Theater. Wer Menschen liebt, muß sehen, wie "Silvi blüht".
Taz 23.06.1994

"Es sind jedoch nicht nur die Momente von Trauer um Verlorenes in Geschichte und Gegenwart sowie die Hoffnung auf zu Gewinnendes, das Einfordern von Widerstand, die diesen Theaterabend zu einem Erlebnis werden lassen. Neben der textlichen Qualität bestechen auch die darstellerischen Leistungen der Kesselheim und Dallapiccolas. Aus beider Spiel entstehen fein zisilierte Persönlichkeitsbilder, spannende Charaktere und Handlungen, genußvolles Theater."
Neues Deutschland, 23.06.94


Uraufführung. Koproduktion Theater zum Westlichen Stadthirschen Berlin
Gefördert durch den Senator für Kultur Bremen

Premiere 17.06.1996, Theater zum Westlichen Stadthirschen, Berlin




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