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1991

Kampnagel | Hamburg
Lockvögel




Hommage an Andy Warhol und Elfriede Jelinek

Inszenierung Dirk Cieslak

Mit
Silvia Kesselheim und Armin Dallapiccola

Bühne/Kostüm Astrid Reinhardt
Musik
Rolf Kirschbaum

...mirrow on mirrow mirrored is all the show. (W.B. Yeats)

Lockvögel ist ein Pop-Stück, das spielerisch auf das Verschwinden der Welt im Bild reagiert. Lockvögel ist inspiriert von Elfriede Jelineks Pop-Roman -wir alle sind lockvögel baby- (1970) und Andy Warhol -The Philosophy of Andy Warhol- (19975).
Das Leben in Bildern, das in Leben erstarrte Leben ist der Ausgangspunkt der Pop-Art. Ihr Gegenstand ist die Warenwelt und die Programme der Massenmedien. Pop produziert Ikonen der Konsumgesellschaft. Pop liebet die Dinge behauptet Andy Warhol. Pop liebt sie in einer Weise, daß er sie vorführt, präsentiert, ihre Oberfläche zeigt. In der Welt der Präsentation wird die Austauschbarkeit von Worten und Bildern, von Ursprung und Modifikation grenzenlos. Pop spielt mit der grenzenlosen Austauschbarkeit von Worten und Bildern.


>Lubricat zeichnet mit wenigen, aber treffsicher gewählten Mitteln ein Stimmungsbild der 60er Jahre. Das Ergebnis ist eine theatralische Collage ganz ohne jede Handlung, die endlich wieder einmal beweist, daß experimentelles Theater weder öde noch konzeptionslos sein muß.<
Prinz Hamburg

>Bremer -lockvögel- brillieren an der Ruhr...Der Versuch, Tanz, Schauspiel, Comic zu einem Pop-Art-Theater zu verschmelzen war die einzig orginelle umgesetzte Inszenierungsidee des Festivals. Und zugleich ein herrlich intelligenter Blödsinn.<
Weser Kurier, 19.12.91

>Cieslaks Figuren, die virtuos agierenden Silvia Kesselheim und Armin Dallapiccola, sprechen und bewegen sich kurz und heftig, es herrscht die Dramaturgie des Fotokopierers...<
Hamburger Morgenpost, 26.09.1990

>Der problematische Begriff des Subjekts, die Unhaltbarkeit des von der Aufklärung postulieren, sein Leben in Selbstbestimmung gestaltendem Individuum in einer von den Objekten dominierten Lebenswelt stehn im Zentrum: Beliebige Vertauschbarkeit, wohl eher Ununterscheidbarkeit von Materiellem und Immateriellem werden in eindringlichen Bildern auf der Bühne nachvollziehbar.<
Taz, Hanburg, 26.11.1990


Koproduktion mit der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel, Hamburg Förderung durch den Kultursenator Bremen

Premiere 23.11.1990, Kampnagel, Hamburg




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