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1989

Schauburg | Bremen
Besuch bei Joan




von Cas Enklaar. Deutsche Erstaufführung

Inszenierung/AusstattungDirk Cieslak

Mit Armin Dallapiccola

Choreographie
Christina Johnson

>She was the very epitome of a film star, the most durable of all the female stars in Hollywood and she played the part with relentless dedication for 24 hours a day, every day of her life.< Barry Norman

Joan ist ein Star, nichts als ein Star. In den 20er-Jahren spielte sie das flapper-girl, in der Krise der 30er-jahre das working-girl, das seinen Weg macht, in den 40ern bis in die 50e-Jahre war sie eine gute amerikanische Hausfrau und Mutter (mother of the year). Erst am Ende ihrer Laufbahn wurde sie mit ihren Rollen als -böse Frau- (What Ever Happend to Baby Jane, mit Bette Davis) zu so etwas wie einer Charakterdarstellerin. Von 1955 bis Ende der 60er-Jahre war sie die Symbolfigur von Pepsi-Cola. Ihre Images sind, im Gegensatz zu anderen Stars wie Greta Garbo oder Clark Gable, austauschbar und wandeln sich ganz nach den Bedürfnissen der Zeit. Nur ein Image bleibt unverändert, sozusagen das Hyper-Image: der Star Joan Crawford: >I'm a person made to be seen on film, not in person<

>Ein Star ist ein Star...Auf der Bühne ist SIE ein ER ... Dallapiccola ist die Künstlichkeit in Person, ER ist der Star.<
TAZ, 30.06.1998

>Postmoderne Posenpuppe...in den nächsten, pausenlos heruntergespielten anderthalb Stunden wird er sich in Joan Crawford verwandeln (oder in ein Bild von Ihr, aber das ist dasselbe): rotes Kleid, rote Pumps, rote Handschuhe, eine Schwatz-, Tanz- und Posenpuppe. Armin Dallapiccola verkörpert sie... Er verkörpert den modischen Mythos Crawford mit hoher Präzision immer nur beinahe; in Wahrheit- und das macht die Sache sehr vergnüglich- führt er es, in des Wortes doppelter Bedeutung, immer -nur- vor.<
Weser Kurier, 30.06.1989

"Der Mann weiß was er tut. Armin Dallapiccola ist die gebündelte Präzision, wenn er die Kampnagel Halle 2 eineinviertel streng durchchoreographierte Stunden lang durchschreitet. Er bietet es kühl, mit schlichten Worten. Er hält Abstand, seziert, analysiert in tänzerischen Posen. Seine Komik bringt er ganz so, wie es sein muß: ernst."
Hamburger Abendblatt, 15.05.1990

" -I'm a Person made to be seen on film, not in person- Diesen Ausspruch wiederlegt der Abend so kunstvoll, daß er nicht zuletzt wohl wegen dieser großen Liebe zur Figur, die diese Inszenierung aufbringt, bestehen bleibt."
Frankfurter Rundschau, 03.10.1990

"Dallapiccolas Joan Crawford wird in ihrer Künstlichkeit auf die Spitze getrieben. Es verhält sich ähnlich wie beim Schaukeln auf einer Schiffsschaukel. Immer wieder wird dabei der Punkt erreicht, wo es so atemberaubend ungewiß ist, ob sich das Schiff überschlägt oder nicht."
Bremer/Stadtmagazin, Nr.7/1989


Aufführungsrechte: Litag-Verlag, Bremen. Deutsche Fassung: Monika The.

Premiere 13.Juni 1989, Schauburg, Bremen




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