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1995

Tacheles | Berlin
Afrika




Koproduktion Lubricat und Kunsthaus Tacheles, Berlin.

Mit Unterstützung durch den Senator für Kultur und Ausländerintegration der Stadt Bremen, und dem Theater zum Westlichen Stadthirschen, Berlin

Frei nach Joseph Conrad "Herz der Finsternis"

Inszenierung - Dirk Cieslak

Mit Armin Dallapiccola und Dirk Cieslak
Raum/Ausstattung > Petra Korink
Technik > Horst Mühlberger

In dicke Wollmäntel gehüllt, auf harten Bänken, in dämmrigem Licht, mit Rum gegen die Kälte kämpfend und eng aneinandergedrückt auf dem Weg über den Ozean, auf den Kongo in das Herz der Finsternis.

Die Reise nach Afrika ist ein weißer Alptraum - eine Fahrt zu den Abgründen einer bösen, barbarischen, verschlingenden Natur.

Afrika als Alp, entstammt dem Laboratorium der Launen, der Begierden, der Ängste und Wünsche Europas. Und es ist ein ganz und gar realer Alptraum.

„Die Erde schien unirdisch. Wir sind es gewohnt, auf die gefesselte Gestalt eines besiegten Ungeheuers zu blicken; doch hier - hier blickte man auf ein Ding, das ungeheuer und in Freiheit war. Es war unirdisch, und die Menschen waren ... Nein, sie waren nicht unmenschlich.“
Joseph Conrad, Herz der Finsternis

„ Der Mensch ist ein bösartiges Tier. Seine Bösartigkeit muß organisiert werden.“
Joseph Conrad in einem Brief an Cunnighame Graham, 2.2.1899

Africa ist eine kompakte, mobile - "flying produktion " - für max. 80 Zuschauer - grundsätzlich in fast allen Räumen, ab ca. 60 qm spielbar. Ideale Aufführungsorte sind karg und vom Verfall gezeichnet, z.B. Keller, Gewölbe, Dachstühle, Fabrikräume oder Ruinen.

AFRIKA can be performed in english.


„Armin Dallapiccola bringt das Kunststück fertig, uns mit sparsamsten Mitteln in kärglichster Ausstattung an den imaginären Afrikafahrten teilhaben zu lassen. Schnell erreicht uns Zuschauer der Sog dieser Assoziationen. Wir fahren mit. Jeder wird ein anderes Sehnsuchtsland erreichen ...“
Tilman Krause, Tagesspiegel 8.1.95

„Perfektes im Tacheles. In der FabrikAtmosphäre des Tacheles (warm anziehen!) wird so Schwieriges mit wunderbarer Leicht- igkeit beleuchtet. Armin Dallapiccola begeis- tert durch hochkonzentriertes Spiel zwischen Wahn und Witz. Ein Abend für Anhänger eines Theaters mit philosophischer Kraft.
Peter Claus, Berliner Kurier, 8.1.95

„Dallapiccola zu erleben ist ein Theatergenuß äußerst seltener Art: Die Aura homosexueller Aristokratie, die seine dynamische Performance umgibt, ist von suggestiver Kraft und beinahe bedrohlichem Charme. Wer gerne Geistebahn fährt wird diesen Abend zu goutieren wissen.“
Martin Jahrfeld, Kreiszeitung Bremen, 2.3.95

„So ist ‚Afrika‘ eine Zumutung, ein Theaterabenteuer, ein vervielfachter Selbsterfahrungstrip: Spiegel vor die Nase und Lachen steckt im Hals.“
C. Köster, Weser Kurier, Bremen, 17.2.95


Premiere: 6. Januar 95 Kunsthaus Tacheles, Berlin.


Wir bedanken uns bei Aron H. Neubert, Peter Knoch, Jens Weinandt, Nils Bormann, Jochen Sandig, Kontorhaus Bremen, Ursula Corda , Udo Casper, Jörn Hartisch, bei Francis und Kornel.




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